Dreyers unterwegs

Von Nord nach Süd und ganz viel draußen.

San und Waterberg

Verfasst von

in

Reiseausklang in Namibia

Von Ngepi fuhren wir in Richtung Grootfontein und fanden uns bald auf den typischen Pads, also Gravelroadpisten, wieder. Riesige Staubfahnen von vorausfahrenden bzw. entgegenkommenden Autos sind normal.

Auf Pad. Normale Straßen in Namibia. Man sieht Gegenverkehr an der Wolke mit Punkt davor. In gleicher Richtung fahrend fehlt der Punkt.

Im Fiume Bush Camp mitten im Busch ca. 70 km vor Grootfontein lernten wir beim Bushwalk etwas über die traditionelle Lebensweise der San kennen. Ramona stellte Schmuck mit her und Dirk half beim Bau eines Bogens. Erstaunlich, was mit Naturmaterialien und dem nötigen Geschick funktioniert. Die Vogelfalle war auch beeindruckend.

Fiume Bush Camp – Steinhaus im Busch bei den San.

Nach dem Abendessen führten die San uns noch Tänze am Lagerfeuer vor. Das Projekt der Führungen für uns Touristen erinnerte an vergleichbare Freilichtmuseen zu Hause. Als Einnahmequelle für die heute anders lebenden und oft benachteiligten San ist es sicher nicht schlecht. Zumal so auch etwas vom traditionellen Wissen an jüngere San weitergegeben wird.

Am nächsten Tag ging es über die hübsche, beschauliche Kleinstadt Grootfontein bald wieder auf Gravelroad und diesmal mit vielen Toren in Richtung Waterberg.

Pad im Farmland mit vielen Toren.

In der Wilderness Valley Lodge blieben wir zwei Nächte und hatten Zeit für Aktivitäten. Den historischen Wanderweg nahmen wir gleich noch am Nachmittag unter die Füße. Am Morgen ging es dann beim Plateau Hiking etwas mehr zur Sache. Auf der nur geführt erlaubten Runde genossen wir traumhafte Ausblicke über die Weiten der Kalahari und ins Tal der Lodge. Unten zurück gekommen schlossen wir gleich die Wanderung am Talhang hoch zur Quelle an. Paviane, Mangusten, interessante Pflanzen und die Ausblicke machten die anstrende Runde abwechslungsreich. Zurück am Auto begrüßte lachend ein Kellner Dirk mit „Mum ist very tired“ auf den Eindruck hin, den Ramona auf ihn machte. Bei mittlerweile 39 °C und von 8:00 – 14:00 meist in der Sonne unterwegs haben wir beide die Anstrengung gemerkt.

Fast zurück an Auto und Lodge.

Pool und Kaffee machten uns wieder fit für den gebuchten Rhino-Drive. Im Artenschutzprojekt werden Nashörner Tag und Nacht vor Wilderern bewacht. Damit weiß man, wo die Tiere sich jeweils aufhalten und kann sie den Touristen zeigen. Die Einnahmen finanzieren die Betreuung der Tiere, bei denen es zwei Junge gab. So konnten wir acht Breitmaulnashörner (White Rhino) aus der Nähe erleben. Hat etwas von „Zoo“, ist aber dennoch eindrucksvoll und war zusammen mit weiteren Tiersichtungen sowie dem Sonnenuntergang ein schöner Reiseabschluss.

Breitmaulnashörner sind ruhig und friedlich.

Kleine Galerie von San und Waterberg:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert