Wie im Flug verging die Zeit in Botswana. Am Ngoma-Gate verließen wir das schöne Land mit vielen Eindrücken und reisten erneut nach Namibia ein. Beim Lesen der Wegweiser arbeitet es in unseren Köpfen. Unvorstellbar. Wir hier.

Mit viel Glück ging es für uns an den Grenzen recht schnell. Busse aus Sambia sorgten für lange Schlangen, aber ein Reiseleiter aus Windhoek sprach Deutsch und lotste uns zu den erforderlichen Stempeln für die Ausreise. Durch das Niemandsland und über die Brücke über den Chobe ging es nach Namibia: Veterinärkontrolle mit Blick in den Kühlschrank sowie Schuh- und Reifendesinfektion. „Animal products not allowed“ … und schon war Ramona die gefährliche H-Milch los. Weiter zur Einreise, längere Schlangen und die erneute Unterstützung …. wieder hatten wir bald die Stempel. Nur der Schalter für die Autoeinreise war eine Weile nicht besetzt. Mit der Zulassung in Namibia dürfte unser Hilux kostenfrei einreisen. Am Tor der Grenzanlagen musste Ramona noch viele Autodaten in ein dickes Buch schreiben und dann rollten wir auf der B8 in Richtung Katima Mulilo.


Der Caprivistreifen ist dichter besiedelt. So fuhren wir immer wieder an kleinen eingezäunten Grundstücken mit Häuschen, Menschen, Tieren, Gärtchen vorbei. Einfachste Lebensverhältnisse, mit denen man nicht tauschen will, aber andererseits war gefühlt alles da, was man (wirklich) braucht und es schien das Leben seinen normalen Gang zu gehen. Spielende Kinder, sonntäglicher Kirchgang, Rückkehr vom Einkauf, Wasserholen, Gartenarbeit, …. sahen wir auf der Durchreise. Wir kauften am Straßenrand etwas Feuerholz.


In Katima Mulilo wollten wir an den Sambesi und dann etwas einkaufen sowie Tanken. Schnell standen wir am Flussufer und blickten nach Sambia rüber, von wo der Gesang eines Gottesdienstes zu hören war. Hätte man sich „zu DDR-Zeiten“ nicht träumen lassen, hier zu stehen.


Im Ortskern herrschte reges Treiben auf dem Markt, dem Parkplatz und im Shoprite Supermarkt. Ein schmächtiger Junge („I’m strong“) wollte auf das Auto aufpassen. Ein weißer Hilux mit Dachzelt und weißen Insassen fällt eben auf. Ramona bekam Milch 😉 … und der Junge bei Rückkehr ein kleines Trinkgeld. „Oppas“ (auf’s Auto aufpassen) ist in Namibia für junge Männer eine Einnahmequelle. Wir waren froh, bald wieder das hektische Gewusel hinter uns zu lassen.

Wir freuten uns auf drei Übernachtungen im Bwabwata Nationalpark. Der Zeltplatz der Nambwa Lodge war ein Reisehöhepunkt der anderen Art: Küche (Spüle, Arbeitsfläche), fließend Wasser (trinkable, from borhole), Strom, Toilette und Dusche sowie (schnelles) Wifi … Dazu der freie Blick in die Landschaft, wo nachts die Hippos planschen, fressen und grunzen.

Wir genossen die Pirschfahrten (ohne Wildhunde und Löwen) mit den wechselnden Ausblicken über den Kwando, seine zahlreichen Flussarme und dunkelgrüne Nasswiesen. Gelbbraunes Grasland, kleine Wäldchen und frisches Grün austreibendes Buschland wechselten sich ab. Eine Bootstour sorgte für einen Seitenwechsel. In den Steilufern haben Bienenfresser ihre Bruthöhlen. Verschiedene Arten sahen wir in Massen.

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