Die Zeit am Boteti war kurz. Schnell war die Landschaft wieder trocken. Nach dem Gate in den Nxai Pan Nationalpark mit immer wieder sehr freundlichen Mitarbeitern ging es durch Tiefsand ab in die Salzpfannen zu Baines Baobab und weiter ins Nxai South Camp, wo wir zwei Nächte blieben.

An den beeindruckenden Baumriesen waren wir nicht allein. Wir machten es uns gemütlich und schätzten sehr die Sonnensegel am Auto. Kaffee bzw. Tee waren schnell zubereitet.
Mit Südafrikanern und Schweizern kommt man ins Gespräch. Gegenseitig fotografiert wurde bei der Gelegenheit auch. Auf der Salzpfannen brannte die Sonne unerbittlich und außerordentlich hell.
Unser nächstes Ziel war das South Camp. Wir wollten die Anmeldung vornehmen, den Stellplatz begutachten und noch eine Runde zum Wasserloch drehen. Die Tiefsandpiste fuhr sich besser als erwartet und besser als die dornbuschreichen Übergänge zwischen den Pfannen. Das Auto wurde da mehr als nur gestreichelt. Die Zweige reichen oft von beiden Seiten weit in die Fahrspur.
Auf dem Zeltplatz wurden wir von durchziehenden Elefanten und ein paar Schakalen begrüßt. Platz NX03 ist nicht der schönste, dafür nah am Sanitärgebaude und neben dem Elefantenpfad. Also aufpassen und sich mit Auto nebst Dachzelt nicht in den Weg stellen. Später sahen wir noch eine Eule und eine Wildkatze. Am Lagerfeuer könnte man dann in Ruhe etwas essen, Bilder nebst Tageseindrücken verarbeiten sowie lesen.


Der zweite Tag in der Nxai Pan sollte es in sich haben. 5:58 Uhr wurden wir wach und 6:02 Uhr rollten die Nachbarn schon los in Richtung Wasserloch. Unser Plan war auch zeitig aufstehen, gleich zum Wasserloch schauen, dann zurück zum Camp frühstücken und dann eine Runde durch den Park drehen. Hier bestimmen die Tiere den Zeitplan. Am Wasserloch waren Löwen, auf der Rückfahrt zum Frühstück sahen wir eine Büffelherde ziehen. Also schauten wir nach dem Kaffee/Tee wieder ans Wasserloch und lassen Tierbilder des Tages in einer kleinen Galerie sprechen.
Die Parkrunde drehten wir später durch Gestrüpp (armes Auto), Spurrinnen, Löcherpisten sowie durch ebene Pfannen. Am späten Nachmittag im Camp waren die ersten Elefanten schon da und weitere kamen hinzu. Zeltaufbau, der Weg zum Duschen, Kochen, Abendessen, … wurden also genau beobachtet. Am Wasserloch waren wir Menschen in den Autos die Zuschauer, hier war nun bis in den Abend hinein ein reges Elefantenbegängnis unmittelbar neben uns. Den Weg hatten wir den Tieren freigelassen und begegneten ihnen zurückhaltend mit Respekt. Wir fühlten uns sicher. Was für ein toller Tag.
Kleine Galerie des Tages:
Mittlerweile sind wir in Maun und genießen die volle Kleinstadt mit viel Verkehr. In der Lodge ca. 20 km außerhalb kann man besser duschen, hat ein Zimmer mit Bett und Flussblick und wir bekommen Frühstück. Das Internet tröpfelt nur für Text durch’s WLAN und die SIM-Karte liefert kaum Daten. Also kommen die Beiträge aus dem „Dusty Donkey“-Café. Übermorgen geht es nach Nordosten in Richtung Khwai und Savuti. Mal sehen, wie die Straßenverhältnisse sind. Es soll deutlich feuchter sein als üblich.

Kommentare
4 Kommentare zu „Nxai Pan – Tierwelt hautnah“
Herzliche Grüße aus Rabenau in die Wildnis Afrikas! Ich verfolge eure Reiseberichte mit wachsender Begeisterung, sie wecken schöne Erinnerungen und entfachen Fernweh. Die Fotos sind toll, danke fürs Teilen.
Ich wünsche euch eine glückliche Weiterreise und spannende Abenteuer.
Grit
Schöne Grüße aus Pennrich. Oma haben die Bilder auf dem Fehrnsehr gezeigt nochmal viel besser gefallen. 😁
Hallo ihr Lieben, wieder ein sehr beeindruckender Bericht. 👍 Ich hätte nicht gedacht, dass man an einem Tag so viele (große) Tiere so friedlich beobachten kann.
Habt ihr auch „Kontakt“ zu den ganz kleinen Lebewesen?🪳
Ganz liebe Grüße sendet euch Ute
Ameisen bei der Arbeit geknipst 😉
Bösartigkeiten von Skorpion, Schlange, Mücke keine!