Freitagnachmittag kamen wir in Maun an und erlitten einen „Kulturschock“: überfüllte Straßen, viel Verkehr und viele Menschen. Die Kleinstadt mit Flughafen ist das Einfallstor in das Okavangodelta. Dementsprechend viele Touristen an vielen Souvenirständen sowie zahlreiche Safariautos waren unterwegs. Wir waren Teil des Ganzen, orientierten uns etwas, kauften ein bisschen ein und gönnten uns Kaffee im „Dusty Donkey“. Da gingen auch die Blogberichte raus.


In der Lodge am Flussufer des Thamalakane erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang.

Bei drei Übernachtungen war genügend Zeit, sich in Maun umzusehen, Vorräte für die nächsten Tage aufzufüllen, für umgerechnet 1,34 € pro Liter Diesel vollzutanken oder einfach mal nichts zu tun. „Urlaub vom Urlaub“ haben wir es für uns bezeichnet und die Eindrücke der ereignisreichen Naturtage verarbeitet

Ein bisschen haben wir uns bei Stadtspaziergängen abseits der Touristenstraßen umgeschaut. Man interessiert sich ja auch für die Menschen hier. Sonnabend war offensichtlich Waschtag. Da müssten die Kinder ran. Hühner, Ziegen, Esel und Rinder werden in den Siedlungen gehalten, am Stadtrand und außerhalb natürlich mehr. Interessant war der Markt mit vielen Ständen, wo Obst, Gemüse, Kleidung, Gewürze und vieles mehr verkauft wird. Auffallend: freundliche Menschen und kein Betteln. Mal ein paar coole Jugendliche, die die anders aussehenden Fremden nerven wollten – das war es schon. Hier waren wir die, die anders aussehen. Der Luxus der Fernreise ist uns bewusst, aber die Abläufe ticken ähnlich wie überall. Etwas außerhalb sahen wir auch deutlich ärmere Menschen in einfachsten Behausungen. Die Stadt scheint vielen Einheimischen Arbeit und Einkommen zu geben und da nähert sich der Lebensstil der westlichen Welt an: Handy, Supermarkt, Restaurant … Viele ordentliche Wohnhäuser wären bei uns ein Gartenbungalow. Wie viele Menschen darin Wohnen, wissen wir nicht. Einfach hingehen und fragen ist nicht unser Ding – wir stellen uns das umgekehrt vor, wenn bei uns der Touri klingeln würde …

Es waren entspannte und erholsame Tage in Maun.
Detail am Rand: „Welcome in Maun Prison“ stand auf einem großen Schild am stark eingezäunten Gebäudekomplex, wo ein weiteres Schild das Fotografieren strikt untersagte. Wir haben uns besser dran gehalten 😉
Kleine Galerie mit Bildern aus Maun und Umgebung:

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